Bei der Winterjagd entscheidet, was du unter dem Jagdanzug trägst
Die Winterjagd beginnt mit dem ersten Schnee im November und geht durch die Frostmonate bis in den Spätwinter. Die Jagdarten sind verschieden, der Rhythmus ist aber meist derselbe: Erst bewegst du dich im Schnee, dann verharrst du still in der Kälte. Bei der Wipfeljagd auf Raufußhühner läufst du auf Skiern durch tiefen, weichen Schnee und suchst die Kiefernwipfel ab. Bei der Hasenjagd stapfst du durch den Schnee oder schnallst die Skier an und folgst dem jagenden Hund. Der Elchjäger kommt vielleicht direkt aus dem warmen Auto an den Stand oder stapft mit nassem Rücken durch tiefen Schnee zum Hochsitz. Am Stand stehst du leicht mehrere Stunden auch in strengem Frost, und das Ansitzen auf den Fuchs am Luderplatz kann sich bis in den späten Abend ziehen. Wenn du still stehst, erzeugt der Körper keine zusätzliche Wärme. Dann entscheiden die Schichten, wie lange du es in der Kälte aushältst.
Auf dieser Seite haben wir für jede Schicht ein bewährtes Kleidungsstück für die Winterjagd ausgewählt und erklären, für welchen Moment des Jagdtags sich jedes am besten eignet. Bei der Jagd im Sommer und Herbst wechselt das Wetter, und Bewegung wechselt sich mit Warten ab. Dafür haben wir eine eigene Kombination zusammengestellt: bewährte Kleidung für die Jagd im Sommer und Herbst.
Ein bewährtes Kleidungsstück für jede Schicht
Der Zero Layer transportiert Schweiß von der Haut weg, wenn du auf Skiern oder zu Fuß durch den Schnee unterwegs bist, der Base Layer gleicht Wärme und Feuchtigkeit aus, wenn du dich an den Stand setzt, der Mid Layer hält dich bei langem Warten warm und der Shell Layer schützt vor Wind und Schnee. Für die Wege ziehst du dich leichter an und nimmst eine warme Schicht im Rucksack mit. Am Stand und in Pausen ziehst du sie am besten gleich an, sobald du dich eingerichtet hast, und nicht erst, wenn du zu frieren beginnst.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Bei der Winterjagd begleitet dich dieselbe Ausrüstung von der Jagdhütte an den Stand, hinter dem Hund durch den Tiefschnee und zurück zum Lagerfeuer mit Würstchen, und meist wird die Kleidung im Laufe des Tages nicht gewechselt. An einem milden Novembertag reicht weniger, aber im Januarfrost leistet jede Schicht ihre Arbeit. Zusammen bilden sie das Schichtsystem Svala AIR System™, in dem jedes Kleidungsstück seinen Platz hat.
Im Winter sind die Wege oft anstrengender als in der schneefreien Zeit. Bei der Wipfeljagd legst du auf Skiern leicht mehrere Kilometer im tiefen, weichen Schnee zurück, und bei der Hasenjagd musst du dem jagenden Hund womöglich lange durch Tiefschnee folgen. Auch bei Frost kommst du ins Schwitzen, vor allem wenn du den Jagdanzug für den Stand schon trägst.
Bei Frost entzieht eine nasse unterste Schicht schnell Wärme, und am Stand kannst du sie nicht mehr durch Bewegung trocknen. Deshalb trägst du das Airbase-Mesh-Shirt und die lange Airbase-Mesh-Unterhose direkt auf der Haut. Airbase besteht zu 100 % aus Polypropylen, das keine Feuchtigkeit aufnimmt, sondern sie von der Haut in die nächste Schicht transportiert. Wenn du am Stand anhältst oder stehen bleibst, um die Wipfel abzusuchen, ist deine Haut trocken und du bleibst warm.
Die Maschen der 120 g/m² schweren 3D-Netzstruktur schließen Luft ein, die eine dünne isolierende Schicht auf der Haut bildet und dich warm hält, während du stillstehst. Airbase ist dünn und elastisch, sodass du es unter allen anderen Schichten kaum bemerkst. Die Behandlung mit Silberionen im Faserkern hält die Wäsche frisch, sodass für eine einwöchige Jagdreise ein Airbase reicht. In der Jagdhütte kannst du es über Nacht zum Lüften aufhängen oder auch beim Schlafen anbehalten.
„Wer sich im Winter schon einmal in dicker Ansitzkleidung einem vom Hund verbellten Elch genähert hat, weiß, was es bedeutet, wenn der Schweiß zu gefrieren beginnt.“

Wenn du dich an den Stand setzt oder eine Pause machst, sinkt die Wärmeproduktion des Körpers schnell. Am Elchstand im Januar oder am Hasenstand, während du wartest, dass der Hund den Hasen zurücktreibt, hat es leicht −20 °C, und du verlässt den Stand nicht mittendrin, um dich aufzuwärmen. Die Wärme muss stundenlang halten, auch wenn vom Weg und vom Stapfen durch den Tiefschnee noch Feuchtigkeit in den Schichten steckt.
Über Airbase trägst du das Merino Extreme Funktionsunterhemd und die lange Funktionsunterhose. In der Zweischichtkonstruktion transportiert das Polypropylen auf der Innenseite die Feuchtigkeit weiter, und die Merinowolle auf der Außenseite isoliert und hält warm. Merinowolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie nach und nach an die Luft ab. So gleicht sie die Feuchtigkeit aus, ohne sich nass anzufühlen. Wenn du stark schwitzt, kann auch Merino etwas feucht werden, deshalb trägst du Airbase darunter, um den Feuchtigkeitstransport zu verbessern.
Merino Extreme ist für Temperaturen von −30 bis +15 °C gemacht und begleitet dich vom ersten Schnee im November bis in die härtesten Frosttage des Hochwinters. Die natürliche Bakterienresistenz der Merinowolle reduziert die Geruchsbildung, sodass die Wäsche zwischen den Jagdtagen durch Lüften wieder frisch wird.
Am Winterstand reichen zwei Schichten selten lange. Wenn der Hund weit entfernt jagt oder du am Luderplatz ansitzt, kühlt der Körper nach und nach aus. Meist werden zuerst Oberschenkel, Gesäß und unterer Rücken kalt. Auf dem Weg ist eine dickere Schicht aber oft zu warm und wird leicht von innen durch Schweiß feucht.
Deshalb kommt der Midlayer in den Rucksack und wird angezogen, wenn du dich an den Stand setzt. Genau dafür sind die Nordic Terry Wool Midlayer von Svala gemacht. Nordic Terry Wool ist Wollfrottee mit glatter Außenseite und einer Schlingenstruktur auf der Innenseite. Die Garnschlingen schließen Luft ein und transportieren Feuchtigkeit von der Haut weg. So isoliert die Schicht, wenn du still bist, ohne sich klamm anzufühlen. Das Material ist weich und elastisch und macht jede Bewegung mit, wenn du das Gewehr anlegst oder dich auf den Jagdhocker setzt und wieder aufstehst.
Bei der Winterjagd ist die äußerste Schicht meist eine Jagdjacke oder ein Jagdanzug, und in verschneitem Gelände kommt oft ein Schneetarnanzug darüber. Die Außenschicht muss am windigen Stand am Feldrand oder auf der Kahlschlagfläche den kalten Wind abhalten und Schnee, der von den Ästen fällt, draußen halten. Sie muss aber auch atmungsaktiv sein, damit die Feuchtigkeit vom Schwitzen nicht drinnen bleibt und die Schichten von innen durchnässt. Außerdem muss die Jacke leise sein: Bei Frost werden viele Synthetikstoffe steif und rascheln, und ein scheuer Vogel hört das Geräusch, bevor du auf Schussdistanz herankommst.
Beim Winteranzug gehen die Meinungen unter Jägern auseinander. Manche schwören auf einen Winterjagdanzug mit Membran und leisem Oberstoff, andere auf Wolle und Loden. Der Schneetarnanzug kommt meist über den Jagdanzug, wenn Schnee auf den Ästen liegt. Wähle den Anzug so weit, dass alle Schichten darunterpassen und dazwischen genug isolierende Luft bleibt.
Für Pausen und lange Ansitze lohnt sich eine dickere wattierte Jacke, die du beim Anhalten sofort über alles ziehst und wieder ausziehst, wenn es weitergeht. Die untersten Schichten und Midlayer von Svala passen unter jede Außenschicht deiner Wahl: Wenn Haut und untere Schichten trockener bleiben, funktioniert auch die äußerste Schicht besser und wärmt effektiver.

Du brauchst nicht alles auf einmal – fang hier an
Am besten funktioniert das Zusammenspiel, wenn du die Schichten an den Rhythmus des Jagdtags anpasst: weniger beim Skilaufen und Stapfen, mehr am Stand. Du musst nicht alles auf einmal kaufen. Wenn du bei null anfängst, beginne mit der untersten Schicht, denn sie entscheidet, ob du trocken am Stand ankommst oder nicht. Airbase direkt auf der Haut und Merino Extreme darüber bilden ein Duo, das dich weit in die Frostmonate des Winters bringt.
Wenn du bei einer Schicht schon gut ausgestattet bist, ergänze nur, was fehlt:
- Hast du bereits Funktionsunterwäsche aus Merinowolle? Ergänze sie mit Airbase: Trage die Netzschicht direkt auf der Haut unter der Merinowolle. So bleibst du in Bewegung trockener, und die Merinowolle bleibt trockener und isoliert am Stand besser.
- Sind die unterste und die wärmende Schicht bereits vorhanden? Ergänze deine Ausrüstung für lange Winteransitze und das Ansitzen am Luderplatz mit dem Nordic Terry Wool Midlayer-Set, das du im Rucksack trägst und am Stand anziehst.
- Hast du bereits einen Winterjagdanzug oder einen Schneetarnanzug? Du musst ihn nicht ersetzen. Achte darauf, dass die anderen Schichten locker darunterpassen. Der Luftraum zwischen den Schichten ist Teil der Wärme.
Denk auch an Füße und Hände, die am Stand bei Frost als Erstes kalt werden. Viele Jäger tragen dünne Wollfingerhandschuhe mit Fäustlingen darüber, sodass der Abzugsfinger schnell frei ist. Auch wenn wir diese Schichten für die Winterjagd zusammengestellt haben, bleiben sie nicht im Schrank: Dieselben Kleidungsstücke eignen sich auch zum Eisangeln, für den Langlauf und andere Aktivitäten im Freien.
Jagst du auch im Sommer und Herbst?
Bei der Jagd im Sommer und Herbst wechselt das Wetter im Laufe eines Tages, und Bewegung und stilles Warten wechseln sich ab. Das stellt andere Anforderungen an die Kleidung als winterlicher Frost. Für die Jagd in der frostfreien Zeit haben wir eine eigene Zusammenstellung erstellt, bei der jede Schicht auf wechselndes Wetter und den Wechsel zwischen Bewegung und Warten abgestimmt ist.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Schicht: Zero Layer - hält die Haut trocken































































