Beim Motorschlittenfahren zählt, was du unter dem Anzug trägst
Die Motorschlittensaison beginnt, sobald genug Schnee liegt, und dauert im Norden bis weit in den Frühling mit seinem tragfähigen Harsch. Motorschlittenfahren ist vielseitig, aber der Rhythmus ist oft derselbe: Mal bist du in Bewegung und dir wird warm, mal sitzt du lange still im eisigen Fahrtwind. Wer sportlich fährt, steht unter Umständen die ganze Strecke auf den Trittbrettern und fängt die Buckel mit den Beinen ab. Im Tiefschnee wird der Motorschlitten gewendet und bei Bedarf mit Schweiß auf der Stirn freigeschaufelt. Beim Eisangeln fährst du hinaus auf den See, bohrst die Löcher und sitzt danach stundenlang still.
Auf einer langen Tour über die Motorschlittenrouten kommen an einem Fahrtag leicht Hunderte Kilometer zusammen, während andere im Fjell gemächlich einen Schlitten von Hütte zu Hütte ziehen. Den Motorschlittenanzug ziehst du tagsüber meist nicht aus, sodass Schweiß und Feuchtigkeit darin bleiben. Deshalb entscheiden die Schichten darunter, wie lange du den Fahrtag in vollen Zügen genießen kannst.
Auf dieser Seite haben wir für jede Schicht ein zuverlässiges Kleidungsstück fürs Motorschlittenfahren zusammengestellt und erklären, für welchen Moment des Fahrtags es sich am besten eignet.
Ein zuverlässiges Kleidungsstück für jede Schicht
Der Zero Layer hält die Haut trocken, wenn das Fahren oder Schaufeln anstrengend wird, der Base Layer gleicht die Temperatur über stundenlanges Sitzen aus, und der Mid Layer isoliert beim Fahren in strengem Frost und im Stillstand. Der Shell Layer – dein Motorschlittenanzug – hält Fahrtwind und Schnee draußen.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Beim Motorschlittenfahren richtest du die Schichten nach deinem Motorschlittenanzug und deinem Fahrstil. Unter einem dünnen Motorschlittenanzug übernehmen die Schichten die ganze Arbeit: Sie halten die Haut bei schweißtreibender Fahrt trocken und isolieren, wenn du anhältst. In einem gefütterten Overall oder Anzug steckt die Isolierung schon im Anzug, deshalb reichen darunter oft zwei Schichten. Zusammen bilden die Schichten das Svala AIR System™ nach dem Zwiebelprinzip, in dem jedes Kleidungsstück seinen Platz hat und die Luft zwischen den Schichten isoliert.
Beim Motorschlittenfahren schwitzt du öfter, als du denkst. Auf einem sportlichen Motorschlitten stehst du auf den Trittbrettern und federst Sprünge ab, im Tiefschnee wendest und schaukelst du den Motorschlitten oder schaufelst ihn frei. Auch bei ruhigerer Fahrt kommst du leicht ins Schwitzen, wenn du dich in der warmen Hütte anziehst, den Schlitten belädst oder Eisangellöcher durch dickes Eis bohrst.
Ein feuchtes Unterhemd kühlt dich aus, sobald du dich wieder auf den Sitz setzt und zum Frost noch der Fahrtwind kommt. Deshalb trägst du direkt auf der Haut das Airbase Mesh-Shirt und die lange Mesh-Unterhose. Airbase besteht zu 100 % aus Polypropylen, das keine Feuchtigkeit aufnimmt, sondern sie von der Haut in die nächste Schicht transportiert. Wenn du wieder losfährst, ist deine Haut trocken, und kein feuchtes Shirt entzieht dir für den Rest der Fahrt Wärme.
Die Maschen der 120 g/m² schweren 3D-Netzstruktur schließen eine dünne Luftschicht auf der Haut ein: Bei starker Anstrengung kann überschüssige Wärme entweichen, und während der Fahrt isoliert die Luftschicht und hält dich warm. Das dünne, elastische Mesh bewegt sich mit, wenn du stehst und den Motorschlitten in die Kurve drückst. Die Silberionenbehandlung hält die Funktionsunterwäsche frisch, sodass du eine mehrtägige Motorschlittentour in denselben Sachen fahren kannst und sie nur auslüften musst.
„Beim Motorschlittenfahren trage ich immer Svala-Funktionsunterwäsche. Wer sie einmal getragen hat, will keine andere mehr.“

Bei einer langen Überführungsfahrt auf der Motorschlittenroute oder über einen offenen See erzeugt dein Körper kaum Wärme, und zum Frost kommt durch das Tempo noch der Fahrtwind. Die Kälte kommt nicht schlagartig, sondern nach und nach, oft im Lauf von ein bis zwei Stunden: zuerst an den Oberschenkeln und Knien seitlich an der Windschutzscheibe vorbei, dann an Brust und Hals. Wer hinten mitfährt, kühlt meist schneller aus als die Person am Lenker, weil sie während der Fahrt kaum etwas tut.
Über Airbase trägst du das Merino Extreme Funktionsunterhemd und die lange Merino Extreme Funktionsunterhose. In der Zweischichtkonstruktion transportiert das Polypropylen auf der Innenseite die Feuchtigkeit weiter, und die Merinowolle auf der Außenseite isoliert. Merinowolle nimmt Feuchtigkeit in die Faser auf und gibt sie nach und nach wieder ab. Deshalb gleicht sie Feuchtigkeit und Temperatur nah an der Haut aus und fühlt sich nicht sofort nass an. Wenn du stark schwitzt, kann auch Merino etwas feucht werden, deshalb trägst du Airbase darunter.
Auf dem Motorschlitten ist die Hose genauso wichtig wie das Shirt, denn die Oberschenkel bekommen den Fahrtwind als Erstes ab. Der etwas längere Rückensaum des Shirts hält den Rücken bedeckt, wenn du dich nach vorn lehnst oder hinten mitfährst. Merino Extreme ist für Temperaturen von −30 bis +15 °C gemacht und begleitet dich deshalb unter dem Motorschlittenanzug die ganze Saison, vom Frost im Frühwinter bis zum Harschschnee im Frühling. Die natürliche Bakterienresistenz der Merinowolle reduziert die Geruchsbildung, sodass die Funktionsunterwäsche zwischen den Fahrtagen durch Auslüften wieder frisch wird.
Beim Eisangeln vergeht eine Stunde schnell. Wenn du auf den See hinausgefahren bist, die Löcher gebohrt und dich daneben eingerichtet hast, sitzt du vielleicht stundenlang auf dem Eis. Im Fjell hältst du oft an, um Kaffee zu kochen oder einfach zuzusehen, wie Polarlichter am Himmel aufflammen. Bei strengem Frost können sich zwei dünne Schichten zu wenig anfühlen, im Tiefschnee oder bei aktiver Fahrt auf der Route kann eine dickere Schicht aber zu viel sein.
Dann trägst du über Airbase und Merino Extreme einen Midlayer aus Wollfrottee. Nordic Terry Wool hat eine glatte Außenseite und innen eine Schlingenoberfläche. Die Garnschlingen schließen Luft ein und transportieren Feuchtigkeit von der Haut weg. So isoliert das Material im Stillstand und bleibt atmungsaktiv. Bei strengem Frost ziehst du diese Schicht schon beim Start unter einen dünnen Motorschlittenanzug. Mit einem gefütterten Overall fährt sie oft im Schlitten mit und wird erst am Ziel angezogen.
Der Fahrtwind dringt leicht zwischen Helm und Kragen, und die Kälte vom Eis ist durch den Sitz zu spüren. Deshalb lohnt es sich, die isolierende Schicht sowohl am Oberkörper als auch am Unterkörper zu tragen.
Beim Motorschlittenfahren übernimmt der Motorschlittenanzug die Rolle der äußersten Schicht. Er muss Fahrtwind, Frost und aufstiebenden Schnee stundenlang draußen halten, aber auch atmungsaktiv sein, damit die Feuchtigkeit von anstrengender Arbeit nicht im Inneren bleibt. Im Tiefschnee kommt der Schnee aus allen Richtungen, und auf dem Eis bläst der Wind ungehindert über den ganzen Rücken.
Beim Motorschlittenanzug gehen die Meinungen auseinander, und die Wahl hängt vom Fahrstil ab. Bei aktiver Fahrt auf Routen und im Gelände tragen viele einen dünnen, atmungsaktiven Anzug, der Bewegungsfreiheit lässt. Auf dem Eis, beim Eisangeln und im Fjell fährt man oft mit einem dickeren Anzug, einem gefütterten Overall oder einem gefütterten Zweiteiler. Wähle den Anzug aber weit genug, damit alle Schichten darunterpassen und dazwischen genug isolierende Luft bleibt.
Je dicker und dichter der Anzug ist, desto wichtiger ist es, dass die Haut trocken bleibt, denn ein gefütterter Overall lässt Schweiß nicht so leicht nach außen wie ein dünner Anzug. Öffne die Reißverschlüsse, wenn du den Motorschlitten freischaufelst oder Löcher bohrst, und schließe sie, bevor du wieder losfährst.
Die Schichten von Svala passen sowohl unter einen dünnen Motorschlittenanzug als auch unter einen gefütterten Overall, sodass du den Anzug nach deinem Fahrstil wählen kannst. Svalas eigener Shell Layer, Ventile, ist die Außenschicht für die Momente, in denen du keinen Motorschlittenanzug brauchst. Am Ende eines Fahrtags tut es gut, den Overall auszuziehen und eine atmungsaktive Jacke überzuziehen, und dieselbe Jacke begleitet dich auch in allen anderen Momenten.

Du brauchst nicht alles auf einmal – fang hier an
Deinen Motorschlittenanzug musst du nicht austauschen, und du musst auch nicht alles auf einmal kaufen. Wenn du bei null anfängst, beginne mit der Schicht direkt auf der Haut, denn sie entscheidet, ob du den Rest der Fahrt warm bleibst oder frierst. Ein Set aus Airbase direkt auf der Haut und darüber ein Set aus Merino Extreme bilden ein Paar, das an den meisten Fahrtagen unter einem gefütterten Overall ausreicht und unter einem dünnen Motorschlittenanzug die Grundlage bildet.
Wenn eine Schicht schon passt, kaufe nur das, was fehlt:
- Hast du bereits Funktionsunterwäsche aus Merinowolle? Ergänze sie mit Airbase: Trage die Netzschicht direkt auf der Haut unter der Merinowolle. So wird Schweiß von der Haut abtransportiert, wenn du den Motorschlitten freischaufelst oder den Schlitten belädst, und die Merinowolle isoliert für den Rest der Fahrt besser.
- Sind Airbase und Merino bereits vorhanden? Ergänze deine Ausrüstung für strengen Frost, lange Überführungsfahrten und das Eisangeln mit dem Nordic Terry Wool Midlayer-Set.
- Hast du bereits einen Motorschlittenanzug oder einen gefütterten Overall? Du musst ihn nicht austauschen. Achte darauf, dass die anderen Schichten locker darunterpassen. Der Luftraum zwischen den Schichten trägt zur Wärme bei.
Denk auch an Hände und Füße, die auf dem Motorschlitten schnell auskühlen: Der Daumen am Gashebel ist ständig im Fahrtwind, und die Füße stehen stundenlang still im Fußraum. Fäustlinge oder Handschuhe fürs Motorschlittenfahren, eine Sturmhaube für unter den Helm und Merinosocken gehören zur selben Ausrüstung. Dieselbe Funktionsunterwäsche bleibt nach der Motorschlittensaison nicht im Schrank: Sie eignet sich auch für die Langlaufloipe, für Schneeschuhtouren und für andere Outdoor-Aktivitäten im Winter.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Schicht: Zero Layer - hält die Haut trocken
































































