Auf einer Radreise trägst du Tag für Tag dieselbe Kleidung
Eine Radreise kann ein Wochenende auf dem Schärenring sein oder eine zweiwöchige Tour über die Schotterstraßen Lapplands. Dein Gepäck reist in Seitentaschen oder Bikepacking-Taschen, und die Nächte verbringst du im Zelt, an einer Feuerstelle oder in einer Hütte auf dem Campingplatz. Tagsüber trittst du oft viele Stunden in die Pedale, mal gegen den Wind, mal in der Hitze, und der Schweiß sammelt sich unbemerkt in der Kleidung. Abends im Camp kühlt die Luft auch im Sommer leicht auf etwa zehn Grad ab, und nach einem Regentag ziehst du morgens die nassen Radsachen von gestern wieder an. In die Taschen passen meist ein Radoutfit und ein trockenes Set fürs Camp. Deshalb entscheiden die Schichten, wie angenehm die Tour auch noch am dritten Tag ist.
Auf dieser Seite haben wir die bewährte Kleidung für Radreisen zusammengestellt, ein Kleidungsstück für jede Schicht, und erklären, in welchem Moment des Tourentags jedes davon am meisten leistet. Für andere Arten des Radfahrens findest du eigene Kombinationen: bewährte Kleidung fürs Radfahren für jede Art von Fahrt, bewährte Kleidung fürs Mountainbiken für den Trail, bewährte Kleidung fürs Radfahren im Winter für Frost und Fahrtwind und bewährte Kleidung fürs Radpendeln für den Weg, an dessen Ende ein Arbeitstag wartet.
Ein bewährtes Kleidungsstück für jede Schicht
Du musst nicht Dutzende Optionen vergleichen oder rätseln, ob die Kleidungsstücke zusammenpassen. Hier findest du ein Set, bei dem jede Schicht auf die nächste abgestimmt ist. Der Zero Layer transportiert im Sattel den Schweiß von der Haut weg, der Base Layer gleicht Wärme und Feuchtigkeit in Pausen, im Camp und an kühlen Morgen aus, der Mid Layer isoliert gegen die Kühle des Abends im Camp, und der Shell Layer schützt vor Regen und Gegenwind. Du kannst dich auf die Route, die Landschaft und den nächsten Lagerplatz konzentrieren.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Auf einer Radreise reisen dieselben Schichten die ganze Strecke in denselben Taschen mit, und sie müssen an einem langen Fahrtag, bei der Essenspause und am kühlen Abend im Camp funktionieren. An einem heißen Julitag reicht weniger, aber an einem verregneten Septembertag und in einer kalten Nacht brauchst du jede Schicht. Zusammen bilden sie das Svala AIR System™, ein Schichtsystem, in dem jedes Kleidungsstück seinen Platz hat und die Luft zwischen den Schichten isoliert und für Wohlbefinden sorgt.
An einem Tourentag trittst du oft vier bis acht Stunden in die Pedale, teils auf Asphalt, teils auf Schotter, mal bergauf und gegen den Wind. Der Schweiß fließt meist nicht in Strömen, sammelt sich aber Stunde um Stunde am Rücken und unter den Achseln. Wenn du zur Essenspause anhältst, beginnt das nasse Shirt schnell zu kühlen.
Deshalb kommt das Airbase-Mesh-Shirt direkt auf die Haut und bei kühlerem Wetter auch die lange Airbase-Mesh-Unterhose. Airbase besteht zu 100 % aus Polypropylen, das keine Feuchtigkeit aufnimmt, sondern sie von der Haut in die nächste Schicht transportiert. Die Maschen der 3D-Netzstruktur von Airbase mit 120 g/m² binden eine dünne Luftschicht auf der Haut: Beim Treten kühlt sie, in der Pause isoliert sie und hält die Haut warm. Weil die Faser kein Wasser aufnimmt, trocknet das Shirt nach einem Schauer oft schon beim Fahren am Körper.
Airbase hat eine Behandlung mit Silberionen im Kern der Faser, deshalb fängt das Shirt nicht so leicht an zu riechen. Darum reicht für die Tour ein einziges Airbase-Shirt: Im Camp hängst du es abends zum Lüften an den Lenker oder in die Apsis des Zelts, und am Morgen ist es bereit für die nächste Etappe.
„Wenn ich mein Tourengepäck aufs Rad packe, werden die Eigenschaften der Kleidung noch wichtiger: Leichtigkeit und Packmaß, Atmungsaktivität, Wärme. Beim Bikepacking muss alles optimiert sein, und nichts Überflüssiges wird mitgeschleppt. Deshalb ist das Zwiebelprinzip wirklich der Schlüssel. Ich bin das ganze Jahr über unterwegs, also kann ich meinen Pullover nicht immer zum Trocknen auf die Heizung legen. Das Material muss so sein, dass es leicht trocknet, auch wenn man es am Körper trägt.“

Wenn es kühler wird, reicht Feuchtigkeitstransport allein nicht aus. Über Airbase kommt das Merino Extreme Funktionsunterhemd und bei Bedarf auch die Merino Extreme lange Funktionsunterhose. In der Zweischichtkonstruktion transportiert das Polypropylen innen die Feuchtigkeit weiter, und die Merinowolle außen isoliert. Merinowolle nimmt Feuchtigkeit in die Faser auf und gibt sie nach und nach wieder ab. So gleicht sie Feuchtigkeit und Temperatur nah an der Haut aus und fühlt sich nicht sofort nass an.
Dieselbe Funktionsunterwäsche funktioniert beim kühlen Start am Morgen, am heißen Nachmittag und am kühlen Abend im Camp: Wenn es wärmer wird, wird dir nicht zu warm. Wenn du stark schwitzt, kann auch Merino feucht werden, und genau deshalb trägst du Airbase darunter.
Der größte Vorteil von Merino auf Radreisen ist, dass dieselbe Funktionsunterwäsche viele Aufgaben übernimmt. Trocken in der Tasche verstaut, wird Merino Extreme abends zur Kleidung fürs Camp und nachts zur Schicht im Schlafsack. Die natürliche Bakterienresistenz der Merinowolle reduziert die Geruchsbildung. Deshalb reicht Auslüften, damit sie von Etappe zu Etappe frisch bleibt.
Der kälteste Moment des Abends im Camp kommt oft erst, wenn das Zelt steht und du dich zum Essen hinsetzt. Die Wärmeproduktion des Körpers sinkt schnell, und zwei dünne Schichten reichen nicht mehr aus. Morgens wiederholt sich das, wenn du im taufeuchten Camp die Taschen packst und die ersten Kilometer fährst, bevor der Körper warm geworden ist.
Deshalb kommt über die Merinoschicht der Hoodie aus Polartec Alpha™. Seine bauschigen Fasern und der atmungsaktive Netzkern regulieren die Wärme und transportieren Feuchtigkeit. So isoliert die Schicht, ohne sich stickig anzufühlen, auch wenn du den Hoodie auf den ersten Kilometern am Morgen anbehältst. Der Hoodie lässt sich klein verpacken und reist die ganze Tour über in der Tasche mit.
Auf einer heißen Juli-Tour kannst du diese Schicht weglassen, aber im Frühling, im Herbst und im Fjell kann die Nacht unter den Gefrierpunkt fallen. Dann packst du fürs Camp auch das Nordic Terry Wool Midlayer-Set ein. Die Garnschlingen des Wollfrottees binden Luft und isolieren, während du still sitzt.
Auf einer mehrtägigen Tour erwischt dich oft ein Regentag, und ein Schauer kann mitten in der Etappe kommen. Dann kannst du von zwei Seiten nass werden: von außen durch Regen und Spritzwasser von der nassen Straße und von innen durch Schweiß, wenn du stundenlang in der Regenjacke fährst. Selbst an einem trockenen Tag raubt dir der Gegenwind auf offenen Feldwegen oder an der Küste die Wärme.
Bei der Außenschicht gehen die Meinungen auseinander. Manche fahren mit packbarer Membranjacke und Regenhose, andere mit einer atmungsaktiven Außenschicht und nehmen in Kauf, dass starker Regen durchkommen kann. Unter eine weit geschnittene Außenschicht passen Airbase, Merino Extreme und bei Bedarf der Hoodie aus Polartec Alpha™. Die Luft zwischen den Schichten isoliert und hält dich warm.
Svalas eigener Shell Layer, Ventile 200, ist eine membranfreie Jacke aus sehr dicht gewebter, langstapeliger Baumwolle. Wird sie nass, quellen die Fasern auf und das Gewebe wird dichter. So weist der Stoff leichten Regen und Schauer ab und ist ohne Membran atmungsaktiv. Für anhaltenden Starkregen sind eine technische, wasserdichte Außenjacke und eine Regenhose die praktischere Wahl. Da Ventile nicht nur eine Radjacke ist, begleitet dich dieselbe Jacke auch auf anderen Touren und im Alltag draußen.

Du brauchst nicht alles auf einmal – fang hier an
Am besten funktioniert das Zusammenspiel, wenn du die Schichten an Wetter und Tempo anpasst. Du musst aber nicht alles auf einmal kaufen oder deine gesamte Garderobe erneuern. Das AIR System™ funktioniert auch mit den Kleidungsstücken, die du bereits hast. Wenn du bei null anfängst, beginne mit der untersten Schicht: Sie ist der wichtigste Teil des gesamten Systems. Airbase direkt auf der Haut und Merinowolle darüber bilden ein Paar, mit dem du auf den meisten Touren schon weit kommst. Weil Merinowolle sowohl beim Fahren als auch im Camp funktioniert, spart sie allen, die auf jedes Gramm achten, Platz in der Tasche.
Wenn du bei einer Schicht bereits gut ausgestattet bist, kaufe nur das, was fehlt:
- Hast du bereits ein Radtrikot aus Merinowolle? Ergänze es mit Airbase: Trage die Netzschicht direkt auf der Haut unter der Merinowolle. So bleibst du trockener als mit Merinowolle allein.
- Hast du Airbase und Merino schon? Ergänze sie für kühle Abende im Camp mit einem leichten Hoodie aus Polartec Alpha™, der sich klein verpacken lässt.
- Hast du bereits eine Außenjacke? Du musst sie nicht ersetzen. Achte darauf, dass sie leicht genug zum Mitnehmen ist und alle anderen benötigten Schichten locker darunterpassen.
So stellst du in deinem eigenen Tempo eine leichte, funktionierende Kombination zusammen. Auch wenn wir diese Schichten für Radreisen zusammengestellt haben, bleiben sie zwischen den Touren nicht im Schrank: Dieselbe Kleidung eignet sich auch für den Arbeitsweg, die Tagesrunde und andere Aktivitäten im Freien.

Vier Schichten, ein funktionierendes Set
Schicht: Zero Layer - hält die Haut trocken
































































